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Geschichte

Schonseit1887 gibt es die Einrichtung Mariahilf. Als "die Mariahilf" ist sie in Bamberg und Umgebung im Bewusstsein der älteren Bevölkerung bis in die heutige Zeit noch als Haushaltungsschule oder Hauswirtschaftsschule bekannt.

Gründung

Die Gründung der Stiftung Mariahilf entsprang dem christlichen Verantwortungsgefühl im Ringen um eine Antwort auf die sozialen Fragen im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Von den Anfängen bis in die heutigen Tage haben sich die zentralen Aufgaben dieser Stiftung entsprechend den aktuellen Bedürfnissen und den gesellschaftlichen Veränderungen der jeweiligen Zeit gewandelt.

Leitung durch Dillinger Franziskanerinnen

Am 20. Juli 1887 erhielt Erzbischof Friedrich von Schreiber von der Generaloberin der Dillinger Franziskanerinnen die Zusage, für die neu zu gründende Stiftung "Mariahilf" Schwestern zur Verfügung zu stellen. Bis 2003 führten und prägten diese Ordensschwestern die Einrichtung.

Auf die anfänglich rein soziale Aufgabe der Stiftung, "dienstlos gewordenen Hausangestellten Unterkunft und Verpflegung zu gewähren", "arbeitsunfähig gewordene weibliche Dienstboten gegen Entgelt abzunähren", folgte die Ausbildung junger Mädchen für das Hauswesen und den Dienstbotenstand. So entstand im Laufe von Jahrzehnten neben dem Schwesternwohnheim die Haushaltungsschule mit Schülerinnenwohnheim und das Altenheim.

Von der Haushaltungsschule zur Berufsfachschule

Wie den Schwestern bei der Gründung vom Stifter ans Herz gelegt worden war, "der Anstalt mit Liebe, Eifer und Umsicht nach Kräften zu dienen", verwirklichten sie mit großem Engagement die Umstrukturierung der Haushaltungsschule zur Berufsfachschule für Hauswirtschaft; später auch Kinderpflege, zeitweise auch mit Berufsaufbauschule. Anfang der 90er Jahre kam die Berufsfachschule für Sozialpflege dazu.

Neben einer soliden hauswirtschaftlichen Ausbildung vermittelt Mariahilf heute eine sozialpädagogische sowie eine sozialpflegerische Orientierung für junge Menschen.

Weltliche Leitung

Der Nachwuchsmangel an Ordensberufen wirkte sich auch in Mariahilf aus. 1989 wurde die Pforte aufgelöst und 1999 übernahm eine weltliche Lehrkraft die Schulleitung. Mit dem Ende des Schuljahres 2003 wurden Schwesternkonvent und Schülerinnenwohnheim aufgelöst. Eine bedeutende Ära für die Schulstadt Bamberg ging zu Ende. Sr. Carissa verließ als letzte Schwester und stellvertretende Schulleitung im Jahr 2013 Mariahilf.

Erziehung früher und heute

Wie sich Erziehung und Ansichten seit der Gründung geändert haben, geht aus Schulaufzeichnungen aus den 30er Jahren hervor, in denen z.B. galt:

  • für die Schülerinnen: "Es sind nur lange Strümpfe zulässig, die niemals eingerollt werden. Mit bloßen Beinen in die Schule zu kommen, ist verboten."
  • für die Lehrer: "Lehrpersonen dürfen nur ordentliche Strümpfe tragen! - und keine hellen Mäntel!"
  • für die Junglehrer: "Junglehrer bleiben nach Dienstschluss zum Reinigen des Schulhauses zur Verfügung."

Heute haben sich die Gepflogenheiten geändert! Mitmenschliches Verhalten und christliche Werte sind auch im 21. Jahrhundert neben fundierter Wissensvermittlung noch wesentliche Bestandteile an den Berufsfachschulen Mariahilf.

Am 1. September 2009 übernahm die Erzdiözese Bamberg die Trägerschaft für die Berufsfachschulen Mariahilf. Junge Menschen erhalten an unserer Schule die Chance zu einer bestmöglichen Ausbildung, damit sie im Beruf erfolgreich sein können und ihr Leben meistern.

 August 2016 - August 2019

Umbau, Sanierung und Modernisierung des Schulgebäudes.